Aktuelle Informationen und Vorsichtsmaßnahmen

Hilfe gegen das „Coronavirus“

Das COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) ist ein neuartiger Virus. Das Virus verbreitet sich weltweit und in Deutschland sehr schnell und es herrscht eine ernst zu nehmende Situation. Bei dem größten Teil der infizierten Menschen verläuft der Krankheitsverlauf mild, bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, zum Teil auch tödlich. Die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf nimmt mit zunehmendem Alter und bei immungeschwächten Personen zu. Es kann aber auch bei jüngeren und gesunden Menschen zu schweren bis tödlichen Verläufen kommen. Der WHO-Generaldirektor hat am 11.03.2020 die Situation zu Erkrankungen mit den neuartigen Coronaviren zu einer Pandemie erklärt.

Das Virus verbreitet sich von Mensch zu Mensch hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion, d.h. wenn jemand direkt angehustet oder angeniest wird und über kleinste Tröpfchen in der Luft, die sogenannten Aerosole. Die Übertragung kann direkt über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt kommen. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Infizierten angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.

Nach einer Ansteckung kann es bis zu 14 Tage dauern, bis die Symptome auftreten. Dazu gehören Atemnot, Fieber, trockener Husten und Schnupfen sowie in manchen Fällen Durchfall. Es sind deshalb grippeähnliche Symptome und Erkennungszeichen die in der Regel auftauchen.

Sollten Sie diese Krankheitssymptome verspüren, nehmen Sie telefonisch Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf oder wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117. Vermeiden Sie es, die Arztpraxis direkt aufzusuchen und meiden Sie auch den Kontakt zu weiteren Personen und bleiben Sie zu Hause. Falls Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich im ein einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten Sie umgehend Ihren Arzt, das Krankenhaus oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst telefonisch kontaktieren.

Ein effektiver Schutz erfolgt durch das Tragen von Masken und das Einhalten von ausreichendem Abstand. Dies ist besonders wichtig beim Aufenthalt in Innenräumen,  wenn keine kontinuierliche Ventilation herrscht. Im Idealfall sollten die Masken eine zertifizierte Filterungsfunktion besitzen. Doch auch einfache Stoffmasken bieten einen guten Schutz, auch für den Träger.

Halten Sie beim Husten oder Niesen so weit wie möglich Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg. Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend.

Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60 Grad gewaschen werden. Sollten Sie auf die Hand niesen, so sollten Sie unverzüglich danach die Hände waschen. Sollten Sie in die Armbeuge niesen, dann sollten Sie Ihr Kleidungsstück bei 60 Grad waschen.

Nach dem Niesen, Husten oder Naseputzen sollten Sie die Hände gründlich waschen.

Waschen Sie auch regelmäßig Ihr Gesicht in dem Sie auch die rituelle Waschung, das Wudhu´ (arabisch وضوء) machen. Dabei werden die wesentlichen Körperregionen gründlich gewaschen.

Auf das Händeschütteln sollte gänzlich verzichtet werden. Menschen die Atemwegsprobleme haben, sollten grundsätzlich zu Hause bleiben.

Auch die muslimischen Bürgerinnen und Bürger werden angewiesen, die Moscheen nicht für das gemeinschaftliche Gebet aufzusuchen. Davon sind auch alle Gotteshäuser wie Synagogen, Kirchen und Moscheen betroffen. Auch das Freitags-Gebet findet nicht in der Moschee statt. Es ist auch nicht gestattet, private Gebetsräume zu öffnen.

An-Nusrat e.V. bietet bundesweite Beratungen und Hilfe bei der Aufklärung an. Es wurde eine telefonische Hotline für alle Bürgerinnen und Bürger eingeführt. Die Anrufer können sowohl auf Deutsch, Englisch und Urdu informiert und beraten werden.

Des Weiteren arbeitet An-Nusrat e.V. mit weiteren Institutionen zusammen und startet in mehreren Städten Deutschlands verschiedene Maßnahmen, um Betroffenen zu helfen. Unter anderem auch eine Nachbarschaftshilfe für ältere Menschen und Bedürftige.

An-Nusrat e.V. bietet auch Unternehmen und Angestellten Hilfe an, die aufgrund der Situation finanzielle Nachteile erleiden. An-Nusrat e.V. berät Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Thema „Kurzarbeitergeld“, „Stundungsantrag“ und vieles mehr.

Betroffenen Unternehmen möchte der Staat in dieser schwierigen Zeit nach Kräften unterstützen. Doch die Neuregelungen und Antragstellungen sind meist komplex formuliert und undurchsichtig.
An-Nusrat e.V. zeigt hier, wie Unternehmen und Angestellte sich wirklich helfen können.

 

Unternehmen können:

Einen Antrag auf Herabsetzung der Einkommenssteuervorauszahlung stellen. Das geht über ELSTER (https://www.elster.de/eportal/formulare-leistungen/alleformulare)

Stundung der Steuerzahlung, können Sie direkt beim Finanzamt stellen. Dann brauchen Sie vorerst keine Steuern zu zahlen. Den Antrag finden Sie hier: (https://www.dihk.de/resource/blob/19710/455be56d8a66f4196e07266b654d7b95/steuervordruck-ihk-muc-data.pdf)

Kurzarbeitergeld beantragen. Wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter wegen der Corona-Krise nicht arbeiten können, so erhalten Sie vom Staat (Bundesagentur für Arbeit) bis zu 67 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Den Antrag können Sie hier stellen: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-bei-entgeltausfall

Sozialversicherungsbeiträge können bei der Krankenkasse gestundet werden: Hierfür bitte direkt die Krankenkassen anschreiben.

Wenn Sie Exporte nach China oder anderen Corona-Risikogebiete haben und sollten z.B. Lieferung nach China wegen Corona ausfallen, so übernimmt auch der Staat die Garantie für den wirtschaftlichen Ausfall. Dann können Sie über die Hermesdeckung unter https://www.agaportal.de/ eine Entschädigung erhalten.

Die Arbeitnehmer möchte der Staat ebenfalls unterstützen. Doch auch hier sind die Neuregelungen und Antragstellungen undurchsichtig. An-Nusrat e.V. schafft Hilfe im Bürokratie-Dschungel.

 

Angestellte können:

Wenn Sie in Quarantäne bleiben müssen und Ihnen deshalb Lohn ausfällt, können sie beim zuständigen Gesundheitsamt eine Entschädigung beantragen.

Nähere Infos unter: https://service.hessen.de/html/Infektionsschutz-Entschaedigung-bei-Taetigkeitsverbot-7023.htm

Finanzielle Einbußen müssen Arbeitnehmer unter Quarantäne nicht befürchten. Ihre Firma muss das Gehalt fortzahlen. Ihr Vorgesetzter kann aber verlangen, dass sie von zuhause aus arbeiten (Home Office). Geht das nicht, werden sie als Mitarbeiter rechtlich so behandelt, als wären Sie krank. Für sechs Wochen wird ihr Lohn dann wie gewohnt weitergezahlt. Sollten sie danach immer noch unter Quarantäne stehen oder krank sein, haben sie Anspruch auf Krankengeld.

Unternehmen die Minijobber beschäftigen, müssen diese bei einer Arbeitsunfähigkeit wegen einer Corona-Infektion, bis zu sechs Wochen das Gehalt auszahlen. Für den Fall, dass der Minijob-Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt wird, gelten die Quarantäne-Regelungen (siehe Punkt 1.) analog.

Hygiene-Informationen

Achten Sie auf die Hygienemaßnahmen und meiden Sie in diesen Tagen den direkten Kontakt durch das Händeschütteln. In den Häusern, Wohnungen, Moscheen und Gebetswaschräumen sollten generell ausreichen Seife, Händedesinfektionsmittel und Papiertaschentücher zur Verfügung stehen, damit die Hygienehinweise eingehalten werden können.

»Helfen Sie Ihre Nachbarn und lassen Sie auch Ihre Nachbarn zu einer helfenden Hand werden.«

Nachbarschaftshilfe

Aufgrund der derzeitigen Situation startet An-Nusrat e.V. eine Nachbarschaft-Hilfe.

In jedem Wohnhaus sollen Menschen die Möglichkeit erhalten Bedürftige zu helfen, die nicht in der Lage sind in der jetzigen Situation alleine klar zu kommen (z.B.: Einkaufen, Medikamente besorgen).

Hängen Sie diesen Flyer in Ihrem Wohnhaus bzw. in Ihrem Wohnblock auf.

 

 

Online-Beratung


zum Thema Gesundheit, Hygiene und zur aktuellen Situation rund um das Coronavirus

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